Leseverstehen Teil 1
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie, welche Überschrift (a-j) am besten zu welchem Text (1-5) passt. Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1-5 ein.
a. Immer mehr Tiere werden krank
b. Gesund durch weniger Konsum
c. Wolf und Mensch – Aufklärung ist erforderlich
d. Fleischlose Ernährung – Mode oder anhaltender Trend?
e. Wölfe in den Wäldern werden immer gefährlicher
f. Weniger Fleisch – mehr Wasser
g. Mensch und Wolf – seit jeher ein schwieriges Nebeneinander
h. Wissenschaftler für das Ende der Massentierhaltung
i. Mensch-Tier-Beziehungen: Harmonie und Einseitigkeit
j. Hilfe für Tier und Mensch
Leseverstehen, Teil 2
Lesen Sie zuerst den Zeitungsartikel und lösen Sie dann die Aufgaben 6-10 zu dem Text.
Deutschland und die Liebe zum Bargeld
Obwohl auch in Deutschland bargeldlos Zahlen immer beliebter wird – immer mehr wird mit Smartphone oder Karte gezahlt – ist es immer noch keine Seltenheit, dass man im Einzelhandel nur mit Bargeld bezahlen kann, worüber sich Besucher aus anderen Ländern wundern. Denn während sich in den meisten Ländern Europas der bargeldlose Zahlungsverkehr immer mehr durchsetzt, ist Bargeld bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland immer noch das beliebteste Zahlungsmittel. Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie zahlen über 50 % der Verbraucherinnen und Verbraucher am liebsten bar. Nach einer weiteren Umfrage unter Haushalten, ob man sich eine bargeldlose Welt vorstellen könnte, waren nur 10 % dafür, 60 % wollten weiter die Möglichkeit haben, also sowohl bar als auch mit Karte bzw. Smartphone zahlen. Die Europäische Zentralbank hat ermittelt, dass die Deutschen im europäischen Vergleich immer noch mit Abstand die größten Summen an Bargeld in ihrem Portemonnaie bei sich haben, gibt es ihnen doch ein Gefühl von Sicherheit.
Es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb man in Deutschland die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs kritisch gegenübersteht. Für viele Menschen haben Geldscheine und Münzen einen großen emotionalen Wert. Das fängt schon bei der Tradition des Sparschweins an, anhand dessen Kinder lernen sollen, Geld zu sparen. Viel wichtiger ist aber ein tiefes Misstrauen gegenüber den Befürwortern einer bargeldlosen Gesellschaft. Wenn alle Zahlungen digital erfolgen, kann jede Geldbewegung kontrolliert werden. Unzählige Daten über das Konsumverhalten aller könnten von den Banken gespeichert und missbraucht werden. Die Anonymität verschwindet zunehmend. Der Einzelne wird zum gläsernen Konsumenten. Gegenüber anderen Ländern in erster Linie die Banken machen.
Befürworter der Abschaffung von Bargeld führen als wichtiges Argument die Bekämpfung von Verbrechen an. Wenn alle Geldflüsse digitalisiert sind und kontrolliert werden, könnte man dadurch Geldwäsche und Schwarzarbeit effektiv bekämpfen. In diesem Zusammenhang hat die EZB, die Europäische Zentralbank, als Maßnahme bereits die Abschaffung der 500-Euro-Banknote beschlossen. Auch Überfälle auf Bus- und Taxifahrer würden der Vergangenheit angehören, ebenso die zahlreichen Sprengungen von Geldautomaten, die man ja nicht mehr bräuchte. Polizei und Zoll hätten dann viel weniger zu tun und könnten sich anderen Aufgaben widmen. Und Kosten würden gespart, Kosten für die Herstellung, Beförderung und Lagerung des Bargelds.
Wenn wir in die Zukunft blicken, können wir aber davon ausgehen, dass auch in Deutschland immer weniger bar bezahlt werden wird. Der Anteil der Online-Käufe, auch der Käufe mit Smartphone-Apps, nimmt in großer Geschwindigkeit zu und wird als bequeme Alternative zum Kauf mit Bargeld immer mehr akzeptiert, auch wenn die Sicherheit dieser Zahlungsart noch an vielen Punkten verbessert werden muss. Dennoch können sich die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher nicht vorstellen, ihr Zahlungsverhalten komplett auf digitale Systeme umzustellen.
Wie ein Sprecher einer großen deutschen Bank anmerkte, braucht man in Deutschland vielleicht ja etwas länger, um seine Gewohnheiten zu ändern. Vielen gehe die Digitalisierung aller Lebensbereiche einfach zu schnell. Und vielleicht sei das die eigentliche Ursache für das Misstrauen vieler Menschen in elektronische Zahlungssysteme. Die Folgen der Digitalisierung in allen Bereichen des Lebens wecke ein Gefühl, nicht mehr selbst über sich bestimmen zu können. Aber man solle nicht vergessen, dass Geld ja nicht mehr als ein Tauschmittel sei. Es hatte in der Geschichte nicht immer die Form von Münzen oder Geldscheinen und könne seine Form von Münze oder Geldschein und seine Eigenschaften als allgemeiner Tauschwert auch wieder verlieren. Wenn durch die Digitalisierung das Bargeld nicht mehr existieren sollte, werden vielleicht neue Wege des Handels miteinander entstehen, ganz ohne Geld.
Leseverstehen, Teil 3
Lesen Sie zuerst die Situation (11-20) und dann die zwölf Texte (a-l). Welcher Info-Text passt zu welcher Situation? Sie können jeden Info-Text nur einmal verwenden. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen bei den Aufgaben 11-20. Manchmal gibt es keine Lösung. Markieren Sie dann X.
a. Ausgeschlafen ankommen
Nachts mit der Bahn zu reisen, ist eine Alternative zu oft stressvollen Autoreisen oder Flügen. Gerade für Reisen innerhalb Europas ist eine Fahrt mit dem Zug eine umweltbewusste Alternative. So spart eine einfache Fahrt von Amsterdam nach Wien ca. 100.000 Kilogramm CO₂. Neben der Österreichischen Bundesbahn bietet die Deutsche Bahn inzwischen auch wieder die Möglichkeit an, nachts durch Europa zu reisen – im Augenblick gibt es Verbindungen zu 25 Metropolen ins benachbarte Ausland.
Eine Übersicht aller momentan verfügbaren Nachtzugverbindungen finden Sie auf www.bahn.de
b. Mehr Bewegung und Fitness im Alltag
Zu wenig Bewegung, zu viel Sitzen kann dazu führen, dass die Rückenmuskulatur immer schwächer wird – mit allen bekannten Konsequenzen. Vier von fünf Menschen haben heute hiermit Probleme. In unseren Kursen trainieren wir alles rund um die Wirbelsäule: Muskeln, Bänder und Gelenke auf behutsame Art – Ihre Beschwerden werden sich schnell verbessern. Testen Sie unser Angebot: Auch Bewegungstherapien mit Übungen aus Yoga und Tai-Chi sind bei uns buchbar. Sie werden sehen, dass es Ihnen schnell besser gehen wird.
Rufen Sie uns an: 0621 39158707, täglich 12–18 Uhr.
c. Fit und aktiv in den Ferien
Wie wäre es, Sonne, Strand und Sport miteinander zu verbinden? An der deutschen Nordsee warten mehrere Wassersportparadiese auf Sie. Einzigartige Dünenlandschaften und Strände, Fahrten auf dem Wasser mit dem Segelboot. Und wer das Abenteuer liebt, kann auch aktiven Wassersportarten nachgehen: Wasserski und Kitesurfen. Wer hier noch unerfahren ist, kann in einer der zahlreichen Sportschulen Kurse auf allen Stufen besuchen.
d. Versicherungsschutz im Ausland
Möchten Sie sich in einem anderen Land der EU niederlassen? Dann müssen Sie wissen, dass die Sozialversicherung, wozu auch die Renten- und Krankenversicherung gehört, in jedem Land anderen Regeln unterliegt. Was sind Ihre Rechte und Pflichten? Was Sie unternehmen müssen, hängt von Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Situation ab, auch wie lange und zu welchem Zweck Sie sich im Ausland aufhalten möchten.
Bei allen Fragen hilft ein Anruf bei uns: 030 68831748. Oder Sie besuchen unsere Webseite.
e. Die Neue Reihe – Nachbarländer Deutschland entdecken
Gegenüber Online-Material haben traditionelle Reiseführer immer noch einen ganz besonderen Reiz. Es macht einfach Spaß, in ansprechend gestalteten Büchern zu blättern, sich von den Fotos, Ratschlägen und Tipps inspirieren zu lassen. Schwerpunkt unserer Reihe sind Urlaubsziele, die noch nicht vom Massentourismus geprägt sind. Auch in den Metropolen unserer Nachbarländer wie Paris, Barcelona, Amsterdam sind diese zu finden. Augenblicklich erschienen: Reiseführer für Österreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien und die Beneluxländer. Natürlich sind auch kostenlose Updates im Internet zu allen konkreten Informationen verfügbar.
f. Im Trend: Risikosportarten
Basejumping, Drachenfliegen, Freiklettern, aber auch Reiten und Tauchen sind Sportarten, bei denen häufig lebensgefährliche Unfälle passieren. In unserem Blog beschäftigen wir uns heute mit dem Kitesurfen. Weltweit wird diese Sportart immer beliebter. Wenn man vom Land weggeweht wird, der Kite im Wasser landet, gibt es oft kein Zurückkommen mehr. Dazu kommen die gefährlichen Strömungen in der See, in kurzer Zeit unterkühlt man und ermüdet. Wenn Sie sich auf diesen Sport einlassen, denken Sie unbedingt an einen speziellen Versicherungsschutz.
Weitere Informationen in unserem Blog zum Kitesurfen:
www.kitesurfen.blog.example.com
g. Aloha-Reisen
Kletterfreizeiten, Wald-Erlebniswochen, Projekte in der Landwirtschaft, Wandertouren, Fußballcamps, Wassersport in ganz Deutschland – ohne Eltern und unter der professionellen Leitung von Freizeit- und Erlebnispädagog*innen. Ein Erwachsener betreut 5–8 Kinder/Jugendliche. Unser Konzept ist, dass die Kinder und Jugendlichen in erster Linie Spaß und Freude haben, aber auch etwas Neues und Spannendes erleben und lernen, miteinander in Gruppen soziale Kompetenz auszubauen.
Downloaden Sie gerne unsere Angebote für den kommenden Sommer:
www.aloha-tours.example.com
h. Bewusst durch Bewegung nach Moshe Feldenkrais
Moshe Feldenkrais hat eine ganzheitliche Methode entwickelt, wie man über Selbsterfahrung den eigenen Körper kennen lernen kann. Wenn wir verstehen, wie wir uns bewegen, wie unser Skelett, unsere Gelenke, unsere Muskeln und unsere Wirbelsäule zusammenhängen, wie wir durch andere Bewegungsmuster uns leichter, effektiver und schmerzfreier bewegen können, ist das eine wirksame Therapie, Schmerzen längerfristig zu lindern. Unser Ausbildungsprogramm (vier halbe Tage pro Woche) richtet sich speziell an Physiotherapeut*innen, die in ihrer Praxis bei der Behandlung von z. B. chronischen Rückenschmerzen oft an ihre Grenzen stoßen.
i. Effektiv gegen Stress
Haben Sie in letzter Zeit zunehmend das Gefühl, dass Ihre Arbeitsbelastung zu hoch ist? Können Sie nachts kein Auge mehr zumachen, weil Sie immer an die Arbeit denken müssen, obwohl Sie das gar nicht wollen? Machen Sie etwas dagegen. Werden Sie aktiv. Unser Seminar ist das Richtige für Sie. In einem dreitägigen Training lernen Sie nicht nur, wie Sie Stress in allen Situationen abbauen, sondern lernen auch Entspannungs- und Atemtechniken gegen Schlafprobleme.
Infos:
www.example.net/entspannungskurse
j. Licht macht wach
Viele Menschen haben immer größere Probleme, morgens wach zu werden. Dieses Gefühl anhaltender Müdigkeit hält dann oft den ganzen Tag an. Natürlich kann eine Ursache ein Vitamin-D-Mangel sein – aber vielleicht auch nur anhaltender Stress im Alltag, der auf irgendeine Weise kompensiert werden soll. Lichttherapie kann hier eine sinnvolle Hilfe sein. Durch zu wenig Licht vor allem in der dunklen Jahreszeit kann dies zu mangelnder Energie führen, im schlimmsten Fall zu einer Winterdepression. Holen Sie sich Licht ins Haus, scrollen Sie durch unser Angebot an Tageslichtlampen, vereinbaren Sie einen individuellen Beratungstermin.
k. Bauernhöfe sind voll im Trend
Urlaub auf dem Bauernhof ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Weg von der Hektik der Stadt kann man sich entspannen, einfach nichts tun, die Umgebung genießen und Radtouren unternehmen. Es gibt auch die Möglichkeit, am Leben auf einem Bauernhof teilzuhaben, dabei zu sein, wenn Kühe gemolken werden oder wenn – je nach Jahreszeit – Heu gemacht wird usw. Die Kinder können in Kontakt mit den Tieren auf dem Hof kommen, mit Kälbern, Ponys, Ziegen. Langweilig wird es sicher nie, und was gibt es Leckereres, als selbst erzeugte Lebensmittel zu sich zu nehmen.
l. So wird Ihr Urlaub leichter und entspannter
Mermina – eine neue App, die die Funktionen einer Reise-App und die einer Übersetzer-App miteinander verbindet. Während Ihres Frankreich-Urlaubs müssen Sie z. B. nicht mehr zwischen zwei verschiedenen Apps hin und her switchen, wenn die App Sie an einen interessanten Ort geführt hat und Sie Probleme damit haben, die jeweilige Sprache dort zu verstehen.
Die kostenlose Testversion enthält Werbung, doch für einen einmaligen Beitrag von € 5 erhalten Sie diese App werbefrei:
www.mermina.example.com
Part 1
Questions 1-5
1. Auf der diesjährigen Weltwasserwoche in Stockholm wurde wieder über den weltweiten Wasserbedarf diskutiert und darüber, welche Lösungen es für die zunehmende Wasserknappheit in vielen Ländern der Erde geben könnte. In diesem Zusammenhang wurde berechnet, wie der weltweite Wasserverbrauch sich entwickeln würde, wenn wir den immer noch massenhaften Fleischkonsum reduzieren würden und zunehmend ganz auf Fleisch verzichten würden. Nach diesen Berechnungen würde eine Ernährungsweise, bei der nur zu 5 % Fleisch umfasste, dafür sorgen, dass 2050 die Weltbevölkerung gerade noch über ausreichend Wasser verfügen würde, um zu überleben. Die gesamten Stufen der Fleischherstellung gehen dabei in die Berechnungen mit ein, also auch der Wasserbedarf für die Herstellung von Futtermitteln für die Tiere und für die Bewirtschaftung der großen Acker- und Weideflächen, die vor allem in der industriellen Tierhaltung benötigt werden. All dies führt dazu, dass beispielsweise für die Herstellung eines Kilos Rindfleisch über 15.000 Liter Wasser erforderlich sind. Und es muss immer auch berücksichtigt werden, dass die Weltbevölkerung und damit die zunehmende Lust auf Fleischprodukte weiter ansteigt. 1
2. Auch wenn der Wolf wieder Einzug in die Wälder Deutschlands gehalten hat, kennen die meisten Stadtbewohner ihn nur aus dem Zoo. Wenn er dann in der freien Natur in den Nachrichten zu sehen ist, reagieren viele Menschen sehr emotional.
Was wissen wir eigentlich wirklich über diese Tiere? Mythen und Erzählungen gibt es viele, zum Beispiel über die Figur des Wolfes im Märchen Rotkäppchen. Aber ist der Wolf wirklich so gefährlich? Man könnte den Inhalt dieses Märchens ja auch anders interpretieren, nämlich nicht als Warnung vor dem bösen Wolf, sondern als Hinweis für kleine Kinder: Passt auf, geht nicht mit fremden Menschen mit. Um Konflikte zwischen Wolf und Mensch zu vermeiden, ist Wissensvermittlung nötig.
Auf diesem Gebiet ist der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) besonders aktiv. Er setzt sich auch für die Erhaltung geeigneter Lebensräume für Wölfe ein. Dazu hat er einen Aktionsplan Wolf gestartet. Daten über die Wölfe werden gesammelt und dokumentiert, um ein komplexes Bild über das Verhalten und die Lebensweise der Wölfe in Deutschland zu bekommen. Der NABU veröffentlicht unter anderem Hinweise, wie die Menschen reagieren sollen, wenn sie wirklich einmal einem frei laufenden Wolf begegnen sollten, um so auch die Akzeptanz dieser Tiere zu stärken. 2
3. Mit den Beziehungen zwischen Mensch und Tier beschäftigt sich eine relativ junge Wissenschaft seit ungefähr einem halben Jahrhundert, die Anthrozoologie, besser vielleicht Human Animal Studies bekannt. Welche Bedeutung haben Tiere für den Menschen und ihr Sozialverhalten? Wie ist der positive Einfluss von Tieren bei der Unterstützung von Menschen mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen zu erklären? Wie können Tiere Menschen mit Lern- und Verhaltensstörungen helfen?
Anja Peter, die auf diesem Gebiet tätig ist, sieht aber bei der Beschäftigung mit den Tier-Mensch-Studien ein großes gesellschaftliches Problem: „Obwohl wir wissen, wie wichtig Tiere für uns Menschen sind, wie wir sie brauchen, wie sie uns Trost spenden und oft zu Familienmitgliedern werden, geht unsere Herangehensweise in erster Linie von unseren Bedürfnissen aus. Es geht immer darum, wie Tiere uns von Nutzen sind, wie sie uns helfen. Aber wie geht es den Tieren dabei? Werden sie nicht krank von unserer Zuneigung und unseren Launen? Tiere brauchen wie die Menschen feste Grundrechte in der Verfassung: Sie müssen als eigene Subjekte, nicht als Sachen gesehen werden, die man kaufen und verkaufen und mit denen man handeln kann. Das bestehende Tierschutzgesetz geht hier nicht weit genug.“ 3
4. Statistiken zeigen, dass sich fleischlose Ernährung in Deutschland immer mehr durchsetzt, 10 % der Bevölkerung ernähren sich vegetarisch oder vegan. Die Produktion von Fleischersatzprodukten ist um ein Drittel gestiegen. Aus anderen Zahlen geht hervor, dass sich über 80 % der Menschen in Deutschland gut vorstellen können, weniger Fleisch zu essen. Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Fleischkonsum relativ konstant geblieben war, ist jetzt ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Forscher gehen nicht davon aus, dass es sich hier um eine kurzlebige Erscheinung handelt, da es in bestimmten Kreisen „in“ und modern wäre, vegetarisch oder vegan zu leben. Ein Grund für ein sich änderndes Konsumverhalten sei vielmehr das zunehmende Bewusstsein der Menschen über die Auswirkungen der weltweit gestiegenen Fleischproduktion auf das Ökosystem, aber auch ethische Überlegungen würden für viele Menschen immer entscheidender. Tiere haben ein Recht auf Leben wie die Menschen auch, sie haben wie die Menschen das Recht, nicht ausgebeutet zu werden. Hier setzt die vegane Denkweise an, die auf den Konsum sämtlicher tierischer Produkte verzichtet, also nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Milchprodukte, Kleidung, einfach auf alles, was sich die Menschen von den Tieren angeeignet haben. 4
5. Wölfe waren auch bei uns früher keine Seltenheit, sie lebten Jahrhunderte neben dem Menschen, man lebte mehr oder weniger in Harmonie friedlich nebeneinander. Das änderte sich, als die Menschen die Viehzucht nachgingen und Wölfe immer häufiger das Vieh der Bauern anfielen und fraßen. Der Wolf wurde zum Konkurrenten des Menschen. Wölfe wurden erbarmungslos gejagt und im 19. Jahrhundert aus Deutschland vollständig vertrieben. Auch die massive Abholzung der Wälder führte zum Verlust des normalen Lebensraums des Wolfes wie auch anderer Wildtiere. In einem gesunden Ökosystem hat der Wolf jedoch eine wichtige Funktion: Er reguliert den Bestand seiner Beutetiere und verringert den Bestand kranker Tiere.
Heute, wo man von der Rückkehr des Wolfes sprechen kann, wird nach Wegen gesucht, wie Wolf und Menschen nebeneinander leben können. Und das werden sie müssen, da der Wolf heute nach dem Bundesnaturschutzgesetz und europäischen Verträgen als streng geschützte Tierart gilt. Während Viehzüchter um den Erhalt ihrer Nutztiere fürchten – Schafe und Ziegen werden oft Opfer der Wölfe – und die Forderung nach dem Abschuss des Wolfes lauter wird, fordern Umwelt- und Naturschützer Maßnahmen zum Schutz sowohl der Wölfe als auch der Tiere auf den Höfen. 5
Part 2
Questions 6-10
Part 3
Questions 11-20
11 Ein Bekannter sucht für seinen Urlaub eine Auslandskrankenversicherung. 11
12 Eine Nachbarin möchte einen kinderfreundlichen und stressfreien Urlaub auf dem Land machen. 12
13 Sie sind begeisterter Wassersportler und suchen Tipps für den Urlaub. 13
14 Eine Kollegin wacht jeden Morgen mit starken Rückenschmerzen auf und sucht rasche Hilfe. 14
15 Ein Kollege möchte nächstes Jahr nach Frankreich umziehen und sucht Informationen, worauf er dabei achten muss. 15
16 Eine Bekannte möchte in Frankreich einen entspannten Urlaub verbringen und sucht Informationen in Buchform. 16
17 Ein Freund möchte auf umweltfreundliche Weise Städte in ganz Europa besuchen. 17
18 Eine Nachbarin ist Physiotherapeutin und sucht eine Teilzeitstelle. 18
19 Eine Kollegin sucht für ihre Kinder, die zum ersten Mal alleine in Urlaub fahren möchten, betreute Ferien. 19
20 Ein Bekannter ist vollkommen überarbeitet und hat Probleme, nachts zu schlafen. 20