Sprachbausteine, Teil 1
Lesen Sie den folgenden Text und entscheiden Sie, welches Wort (a, b oder c) in die jeweilige Lücke passt. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen bei den Aufgaben 21-30.
Liebe Lara,
bitte verzeih mir, dass ich erst jetzt auf ___21___ Brief antworte. Ich hatte in den letzten Wochen praktisch keine freie Minute und kam einfach nicht dazu, dir zu schreiben. Jetzt aber tue ich es, ___22___ du wirklich tolle Neuigkeiten mitzuteilen hast. Schon immer hast du von großen Abenteuern und Reisen in die Ferne geträumt. Ich weiß ___23___ gut, wie wir uns als Gymnasiasten fremde Länder ausgemalt haben.
Nun verschlägt es dich und deine Familie also nach Dubai – und du sagst unserem Land für einige Zeit Adieu. Ich weiß, dass mit dieser Versetzung für dich ein Traum in Erfüllung geht. ___24___ deinen Neubeginn wünschen Peter und ich dir alles Gute.
Wir freuen uns auch sehr, dass ihr alle gesund und munter seid und hoffen, dass das so bleibt. Bei uns geht mehr oder weniger alles seinen gewohnten Gang. Robert gefällt es gut auf seiner ___25___ Stelle. Er muss sich einfach noch einarbeiten. Lorenz ist jetzt 15. Du weißt ___26___, was das heißt. Er hält sich für den größten und macht uns viele Schwierigkeiten. Aber irgendwann geht auch das vorüber. Sandra ist jetzt auch in der dritten Klasse und bringt gute
Noten nach Hause. ___27___ sind wir natürlich stolz. Es ___28___ schön, wenn wir uns vor deiner Abreise nochmal treffen würden. Vielleicht findet ihr ___29___ der Umzugsvorbereitungen noch Zeit. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Sonntagsbrunch in unserem Garten?
Bitte melde dich doch, damit wir etwas abmachen ___30___.
Liebe Grüße
Vanessa
Sprachbausteine Teil 2
Lesen Sie den folgenden Text und entscheiden Sie, welches Wort aus dem Kasten (a-o) in die Lücken 31-40 passt. Sie können jedes Wort im Kasten nur einmal verwenden. Nicht alle Wörter passen in den Text. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen bei den Aufgaben 31-40.
Wie TV-Bilder die Fantasie von Kindern prägen
Werden Kinder und Jugendliche ___31___ brutale, von Gewalt geprägten Medieninhalten gewaltbereiter? Zumindest prägen Bilder aus Kino und Fernsehen massiv Ihre Fantasie. Das zeigt eine Studie von Forschern der Universität Bonn. ___32___ allem Jungen scheinen für extrem gewalttätige Bilder empfänglich zu sein.
„Unsere Studie zeigt in der Tat, wie sehr Medienbilder inzwischen die Fantasie von Kindern beeinflussen“, erklärt Professor Volker Ladenthin von der Universität Bonn. „Also auch jene Fantasie, mit der sie ihr späteres Handeln planen“. Ladenthin hat zusammen mit seinen Forscherkollegen untersucht, ___33___ Bilder in den Köpfen von Kindern herumgeistern. Die Wissenschaftler ließen nach Angaben knapp 300 Schüler der Klassenstufe 7 und 8 zu einem klassischen Märchenanfang einen Schluss schreiben. Die Fantasie der Jungen und Mädchen ___34___ sich deutlich: So beenden Schüler ihre Märchen oft in wahren Blutorgien. Die Schülerinnen ___35___ das Märchen dagegen meist gewaltfrei enden, verwendeten aber stattdessen gerne Anleihen aus romantischen Fernsehsendungen. „Unsere Studie kann und will nicht nach den Ursachen von konkreten Gewaltverbrechen Jugendlicher Täter fragen“, betont die an der Studie mitwirkende Medienwissenschaftlerin Jessica von Wülfing. Das Experiment zeige jedoch, ___36___ sehr Bilder aus den Medien die Vorstellungswelt ___37___ Jugendlichen prägen. „Das ist eine gefährliche Entwicklung“, warnt Ladenthin, auf den die Idee zu dem Projekt zurückgeht: „In der Jugend lernt man das Vokabular, ___38___ dem man die Welt begreift. Wenn darin bestimmte Vokabeln fehlen – Mitgefühl, Liebe, aber auch Mitleid oder Schuld -, führt das zu Defiziten in der Wahrnehmung und in letzter Konsequenz auch im eigenen Verhalten.“ Wer nie
Musik gehört hat, kann keine Vorstellung davon entwickeln, ___39___ Musik überhaupt ist. Ähnlich kann man in Horrorfilme und Schießspielen vieles lernen, aber kein Mitgefühl. Sind die Jungen mit den brutalsten Märchen also allesamt potenzielle Gewalttäter?
Sicherlich nicht, relativiert der Bonner Erziehungswissenschaftler. Gefährlich werde es aber ___40___, wenn positive Alternativbilder fehlten: Dann bleibe das Vokabular lückenhaft. Aufgabe der Schule sei es daher, Gegenbilder anzubieten. Und ganz klar ist das Fazit: Der Fernseher gehört nicht in Kinderzimmer.
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a. AUS |
d. JENE |
g. MIT |
j. VERÄNDERTEN |
m. WAS |
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b. DANN |
e. LIEßEN |
h. SO |
k. VON |
n. WELCHE |
|
c. DURCH |
f. MACHTEN |
i. UNTERSCHIEDEN |
l. VOR |
o. WIE |
Part 1
Questions 1-10
Part 2
Questions 11-20
Wie TV-Bilder die Fantasie von Kindern prägen
Werden Kinder und Jugendliche 31 11 brutale, von Gewalt geprägten Medieninhalten gewaltbereiter? Zumindest prägen Bilder aus Kino und Fernsehen massiv Ihre Fantasie. Das zeigt eine Studie von Forschern der Universität Bonn. 32 12 allem Jungen scheinen für extrem gewalttätige Bilder empfänglich zu sein.
„Unsere Studie zeigt in der Tat, wie sehr Medienbilder inzwischen die Fantasie von Kindern beeinflussen“, erklärt Professor Volker Ladenthin von der Universität Bonn. „Also auch jene Fantasie, mit der sie ihr späteres Handeln planen“. Ladenthin hat zusammen mit seinen Forscherkollegen untersucht, 33 13 Bilder in den Köpfen von Kindern herumgeistern. Die Wissenschaftler ließen nach Angaben knapp 300 Schüler der Klassenstufe 7 und 8 zu einem klassischen Märchenanfang einen Schluss schreiben. Die Fantasie der Jungen und Mädchen 34 14 sich deutlich: So beenden Schüler ihre Märchen oft in wahren Blutorgien. Die Schülerinnen 35 15 das Märchen dagegen meist gewaltfrei enden, verwendeten aber stattdessen gerne Anleihen aus romantischen Fernsehsendungen. „Unsere Studie kann und will nicht nach den Ursachen von konkreten Gewaltverbrechen Jugendlicher Täter fragen“, betont die an der Studie mitwirkende Medienwissenschaftlerin Jessica von Wülfing. Das Experiment zeige jedoch, 36 16 sehr Bilder aus den Medien die Vorstellungswelt 37 17 Jugendlichen prägen. „Das ist eine gefährliche Entwicklung“, warnt Ladenthin, auf den die Idee zu dem Projekt zurückgeht: „In der Jugend lernt man das Vokabular, 38 18 dem man die Welt begreift. Wenn darin bestimmte Vokabeln fehlen – Mitgefühl, Liebe, aber auch Mitleid oder Schuld -, führt das zu Defiziten in der Wahrnehmung und in letzter Konsequenz auch im eigenen Verhalten.“ Wer nie
Musik gehört hat, kann keine Vorstellung davon entwickeln, 39 19 Musik überhaupt ist. Ähnlich kann man in Horrorfilme und Schießspielen vieles lernen, aber kein Mitgefühl. Sind die Jungen mit den brutalsten Märchen also allesamt potenzielle Gewalttäter?
Sicherlich nicht, relativiert der Bonner Erziehungswissenschaftler. Gefährlich werde es aber 40 20 , wenn positive Alternativbilder fehlten: Dann bleibe das Vokabular lückenhaft. Aufgabe der Schule sei es daher, Gegenbilder anzubieten. Und ganz klar ist das Fazit: Der Fernseher gehört nicht in Kinderzimmer.