Leseverstehen Teil 1
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie, welche Überschrift (a-j) am besten zu welchem Text (1-5) passt. Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1-5 ein.
a. Jugend forscht – auch auf dem Meer
b. Jugend engagiert sich für den Umweltschutz
c. Kochen für Eltern und Kinder
d. Mehr Gewalt auf Schulhöfen
e. Psychoterror an der Schule
f. Schiffsreise für Jugendliche
g. Starker Wettbewerb um Schüler
h. Von der Diät zur Krankheit
i. Wenn Lernen krank macht
j. Wenn aus Erdbeeren Tomaten werden
Leseverstehen, Teil 2
Lesen Sie zuerst den Zeitungsartikel und lösen Sie dann die Aufgaben 6-10 zu dem Text.
Noch ein Wasser, bitte!
Die Semesterferien sind zu Ende und diese Woche beginnt an der Universität das Sommersemester. Aber nicht nur Vorlesungen und Seminare gehen wieder los. 73 Prozent der Berliner Studenten müssen neben dem Studium auch noch Geld verdienen.
Ein beliebter Studentenjob ist der des Kellners. Denn erstens arbeitet man meist am Abend, sodass es keine Terminkollisionen gibt. Zweitens findet man leicht einen Job, da es in der Nähe von Universitäten häufig viele Cafés und Kneipen gibt, die sehr gut besucht sind. Und je mehr Gäste, desto höher natürlich die Chancen auf Trinkgelder. Das ist auch wichtig, denn nur so kommt man auf einen akzeptablen Stundenlohn. Allerdings ist es in manchen Restaurants auch üblich, dass die Trinkgelder gesammelt und am Ende dann an alle Kellner gleichmäßig verteilt werden. Davon profitieren dann auch diejenigen, die nicht so engagiert und motiviert arbeiten.
Als Kellner braucht man starke Nerven, denn der Gast hat immer recht. Manche Gäste machen es einem Kellner mit zahlreichen Beschwerden und Extrawünschen wirklich nicht leicht. Denn der Kellner ist die Person, die direkt mit dem Gast in Kontakt kommt. Wenn das Essen nicht schmeckt, kalt ist oder nicht schnell genug zubereitet wird, bekommt der Kellner den Unmut der Gäste zu spüren, obwohl die „Schuld“ beim Koch liegt.
Wer ist für den Job als Kellner geeignet? Man sollte offen sein und den Kontakt mit Menschen mögen und auf jeden Fall geduldig sein. Natürlich ist es wichtig, immer freundlich und zuvorkommend zu bleiben. Denn wenn der Service stimmt und der Kellner kompetent und freundlich wirkt, dann sitzt auch das Trinkgeld lockerer.
Kellnern war gestern
Neben den klassischen Studentenjobs wie Kellnern oder Nachhilfe geben, greifen manche aber auch zu eher ungewöhnlichen Jobs. Wie zum Beispiel Jan, der in Berlin als Fahrradkurier arbeitet, oder Stefanie, die Testkäuferin.
Jan fährt im Auftrag von Apotheken, Filmverleihern oder Pizzadiensten im Schnitt zwischen 50km und 200km am Tag. Um diesen Job machen zu können, braucht er eine sehr gute Kondition. Denn manche Strecken sind lang und oft gibt es Gegenwind. Er arbeitet wie die meisten Fahrradkuriere auf selbstständiger Basis und kommt auf einen Stundenlohn von etwa 10 Euro. Jan meint: „Reich wird man damit zwar nicht, aber man kann sagen: Wer schnell ist und gut, verdient als Fahrradkurier nicht schlecht.“ Am liebsten würde Jan von einem Kurierdienst in einem klassischen Arbeitsverhältnis angestellt werden. Das ist in der Branche aber eher die Ausnahme. Wäre er angestellt, würde er vom Kurierdienst ein Grundgehalt bekommen und für die gefahrenen Aufträge eine kleine Provision.
Einen der größten Vorteile seines Jobs sieht Jan darin, dass er sich den ganzen Tag im Freien bewegt und so die Beiträge für das Fitnessstudio spart. Außerdem lernt man so eine Stadt sehr gut kennen. Ein Nachteil ist, dass man auch bei Wind und Wetter oder bei dichtem Verkehr fahren muss. Aber das nimmt Jan in Kauf. Denn Kellnern oder ein Bürojob wären nichts für ihn.
Der Job von Stefanie ist ein wahrer Glückstreffer: Sie darf den ganzen Tag einkaufen und wird dafür auch noch bezahlt. Stefanie arbeitet als Testkäuferin, um Beratung und Service von Verkäufern in Geschäften zu testen. Ein typischer Arbeitseinsatz sieht bei ihr so aus: Nach der letzten Vorlesung an der Uni geht sie zum Beispiel in einen Modeladen. Dort überprüft sie als Erstes den Eingang auf Sauberkeit, schlendert dann zu den Ständern mit Hosen und Blusen und schaut, ob alles ordentlich sortiert und beschildert ist. Dann spricht sie eine Verkäuferin an und sagt, dass sie eine Bluse sucht. Damit testet sie, ob sie als Kundin von der Verkäuferin angemessen beraten wird. Die Verkäuferin sollte nachfragen, für welchen Anlass und in welcher Farbe die Kundin eine Bluse sucht.
Leider läuft es nicht immer so, wie es sein sollte. In 90 Prozent der Fälle gibt es Grund zur Beschwerde, weil die Verkäuferin entweder unfreundlich oder uninteressiert ist. Bevor Stefanie die Läden wieder verlässt, kommt das Beste: Sie muss etwas kaufen, um die Kasse zu testen. 20 Euro bekommt sie dafür pro Test. Außerdem darf sie das, was sie kaufen sollte, auch noch behalten.
Leseverstehen Teil 3
Lesen Sie zuerst die Situation (11-20) und dann die zwölf Texte (a-l). Welcher Info-Text passt zu welcher Situation? Sie können jeden Info-Text nur einmal verwenden. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen bei den Aufgaben 11-20.
Manchmal gibt es keine Lösung. Markieren Sie dann X.
Part 1
Questions 1-5
Leseverstehen Teil 1
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie, welche Überschrift (a-j) am besten zu welchem Text (1-5) passt. Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1-5 ein.
1. Die Zahlen wirken auf den ersten Blick dramatisch: 15 Prozent der Kinder sind übergewichtig und davon sechs Prozent sogar fettleibig. Der Ernährungswissenschaftler Timo Schmitt betreibt in Berlin ein Kochstudio für Kinder und Jugendliche.
Timo Schmitt meint, es fehle vor allem an Praxis-Erfahrungen in der Küche. Kinder und Jugendliche können heute oft nicht (mehr) kochen, so seine Erfahrung. Das Interesse ist häufig da und die Kinder wollen kochen. Aber das Problem sind die Eltern. Oft haben sie keine Zeit, den Kindern alles zu erklären. Zum anderen haben sie Angst wegen der scharfen Messer. Dabei ist die Quote von Schnittverletzungen im Kinder- und Jugendkochstudio verschwindend gering.
Besonders erschreckend findet Schmitt, dass viel Kinder Lebensmittel einfach nicht mehr erkennen. So standen im Kochstudio beispielsweise Erdbeeren auf dem Tisch, die dann für Tomaten gehalten wurden. Und eine gelbe Zucchini wird gerne mal als Banane bezeichnet.
„Was fehlt, ist die Praxis“, meint Schmitt. „Deswegen schneiden die Kinder dann mit der stumpfen Seite des Messer oder wissen nicht, wie heiß die Pfanne beim Kochen wird.“ 1
2. Immer mehr Mädchen leiden an schweren Essstörungen – und das, obwohl Ärzte und Fachleute seit Jahren vor den negativen Folgen des Schlankheitswahns warnen. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie im Kinderkrankenhaus in Hannover schlägt jetzt Alarm. „Allein in den letzten zwei Jahren hat die Nachfrage für einen Therapieplatz um fast 50 Prozent zugenommen“, sagt der leitende Psychologe Gerd Kuznik. Von 33 zur Verfügung stehenden Plätzen in der Jugendpsychiatrie seien derzeit 25 von Mädchen mit Essstörungen belegt. „Wir wissen längst, dass dünn zu sein weder gesund noch lebensverlängernd ist“, sagt Kuznik, „doch unsere Gesellschaft konfrontiert gerade junge Mädchen noch immer mit völlig überzogenen Schlankheitsvorstellungen.“ Das allein verursacht noch keine Essstörung. „Wenn aber noch ein grundlegendes familiäres Problem hinzukommt, legen viele Mädchen einen übertriebenen Wert auf ihr Aussehen.“ So berichtet eine 17-jährige, dass sie aus dem Gefühl heraus, „nichts hinzubekommen“, eine Diät gemacht habe. Und die Diät war dann endlich etwas, das klappte. Als Folge davon hat sie nicht nur wie geplant zwei Kilo abgenommen, sondern dreizehn. So zieht Gerd Kuznik nicht nur in diesem Fall das Fazit: Mit einer harmlosen Diät fängt es meist an, mit einer schweren Krankheit kann es enden. 2
3. Energiesparlampen, umweltfreundliche Elektrogeräte, Bio-Nagellack – sieht man sich die Themen an, mit denen sich die Teilnehmer des 46.Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ beschäftigt haben, wird vor allem eines klar: Das ökologische Bewusstsein hat die Klassenzimmer erreicht. Knapp 100 Schüler nahmen an dem Wettbewerb teil. Die Teilnehmer schreckten auch vor komplexen Themen nicht zurück. Die Zwölftklässler Adrian, Thanh und Son beschäftigen sich mit der Herstellung künstlicher Muskeln. „Die Herausforderung war, sich mit drei Fachgebieten – Anatomie, Technik und Chemie – zu beschäftigen“, sagt Adrian. Gelohnt hat es sich – in der Rubrik Technik erreichte die Gruppe den ersten Platz. In der Rubrik Arbeitswelt ermittelten die Abiturientinnen Yara-Alessandra und Bahir die Ökobilanz von Gartengeräten.
„Wir haben festgestellt, dass Laubbläser mit Benzinmotor nicht nur große Mengen Kohlenstoffdioxid produzieren, sie vernichten auch Würmer und Insekten, die für das Gleichgewicht der Umwelt wichtig sind“, sagt Yara-Alessandra. Die Jury honorierte das Projekt mit dem zweiten Platz. Die Gewinner bereiten sich nun auf den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ vor. 3
4. 13,5 Meter lang und leuchtend gelb – die „Aldebaran“ zieht die Blicke im Jachthafen auf sich. Für drei Schüler aus Diepholz ist ein Traum wahr geworden. Als Meeresforscher auf See arbeiten sie an einem eigenen Forschungsprojekt. Sie nehmen am Meereswettbewerb „Forschen auf See“ teil. Ziel des Projektes: junge Leute an wissenschaftliches Arbeiten heranführen. Die drei Schüler Jonas, Annika und Katharina sind 17 Jahre alt. Ihr Thema: die Verschmutzung der Nordsee mit winzigen Plastikteilchen.
Mit ihren Forschungen wollen die Schüler die Aufmerksamkeit auf die Verschmutzung der Nordsee lenken. Zu Hause in Diepholz engagieren sich die drei in der Umwelt-Arbeitsgruppe ihrer Schule. Über die Verschmutzung der Meere mit winzigen Plastikteilchen und die Gefahren für Fische und Meeressäuger wissen sie schon einiges. Mit ihren Untersuchungen wollen sie die Aufmerksamkeit auf das Problem lenken. Die Proben sind zwar noch nicht ausgewertet, die ersten Plastikteile haben die Jugendlichen aber schon gefunden. „Es sieht so aus, dass wir Ergebnisse kriegen, die gut für unser Projekt sind - aber nicht gut für die Umwelt.“ 4
5. Mobbing ist kein neues Phänomen. Es ist auch in Schulen weitverbreitet. Da spricht zum Beispiel eine Lehrerin vor der Klasse negativ über eine Schülerin, weil sie etwas nicht versteht oder immer wieder krank ist. Oder die Mitschüler lachen oder lassen beleidigende Bemerkungen fallen, wenn ein bestimmter Schüler sich zu Wort meldet. Da lauern Jungen einer 4.Klasse einem schüchternen Mitschüler auf dem Schulweg auf und erpressen von ihm Geld oder Kleidung. Häufig sind die Erwachsenen ratlos oder schauen weg, während die Opfer die Schuld bei sich selbst suchen und zunehmend in eine soziale Isolation geraten. Lehrkräfte sind meist überrascht, wenn man sie auf Mobbing in einer Klasse anspricht. Denn die Schikanen geschehen oft zu subtil und meist außerhalb des Unterrichts, während der Pausen oder auf dem Schulweg. 5
Part 2
Questions 6-10
Part 3
Questions 11-20
Leseverstehen, Teil 3
Lesen Sie zuerst die Situation (11-20) und dann die zwölf Texte (a-l). Welcher Info-Text passt zu welcher Situation? Sie können jeden Info-Text nur einmal verwenden. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen bei den Aufgaben 11-20.
Manchmal gibt es keine Lösung. Markieren Sie dann X.
11. Ein Kollege hat seit ein paar Tagen Hautprobleme und weiß nicht, was die Ursache sein könnte. 11
12. Sie möchten etwas mit Ihrer sieben Jahre alten Tochter unternehmen. 12
13. Ihre Bekannte hat Fieber, möchte aber keine Tablette nehmen. 13
14. Das Ehepaar, das unter Ihnen wohnt, möchte etwas über Computer lernen. 14
15. Sie wollen Informationen über eine Zahnversicherung, ohne telefonieren zu müssen. 15
16. Ihre Nachbarin ist seit einer Woche erkältet. Natürliche Heilmittel haben nicht geholfen. 16
17. Sie bekommen Besuch und möchten am Sonntagvormittag etwas Interessantes unternehmen. 17
18. Ihre Freundin interessiert sich für japanische Medizin. Sie suchen als Geburtstagsgeschenk ein Buch zu diesem Thema. 18
19. Sie haben ein Haustier, das im letzten Jahr viel Geld für den Tierarzt gekostet hat. Sie suchen eine Möglichkeit, Kosten zu sparen. 19
20. Sie möchten eine Versicherung für Ihren Neuwagen abschließen und sofort wissen, was es kostet. 20